Mittwoch bis Samstag, 14-19 Uhr
In einer kollaborativen Arbeit erforscht das Künstlerinnenduo Linda Nasdalack und Hannah Senn ihre tiefgreifende, amorphe Verbindung durch Geh- und Atemmeditationen auf dem vulkanischen Terrain des aktiven Vesuvs. Der Vulkan und die Körper der Künstlerinnen werden dabei als lebendige, miteinander räsonierende Entitäten verstanden, die kontinuierlich Energie in ihren jeweils eigenen Rhythmen freisetzen. Die Spannung zwischen Ruhe und Zerstörung gestaltet Formen zwischenmenschlicher sowie mehr-als-menschlicher Beziehungen.
Gehen, Aufsteigen, Atmen, Erschöpfung und Momente des Innehaltens bilden den Kern der Arbeit. Im Zentrum steht dabei verkörpertes Wissen, das aus physischer Erfahrung hervorgeht. Durch den Einsatz eines Geophons werden die sonst unhörbaren Vibrationen und unterirdischen Bewegungen des Vulkans innerhalb der Installation hörbar. Diese Erfahrungen begreifen Relationalität als eine Praxis von Bewegung, Präsenz und Aufmerksamkeit gegenüber verborgenen Prozessen und unsichtbaren Kräften. Zugleich wird Komplizinnenschaft sowohl zur Methode als auch zum Gegenstand der Arbeit. Sie wird als zielgerichtete und intensive Form kollektiven Handelns, Aushandelns und der geteilten Verantwortung zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteurinnen verstanden.
Linda Nasdalack (*1995, lebt und arbeitet in Köln) ist queere Medienkünstlerin und Researcherin, die transdisziplinäre Kunstpraktiken mit queerfeministischer Theorie und der Disability-Justice-Bewegung verbindet. / lindanasdalack.com / @lindanasdalack
Hannah Senn (*1998, lebt und arbeitet in Köln) ist Medienkünstlerin und Researcherin. In ihrer Arbeit untersucht sie, wie Kunst bestehende Machtstrukturen und Denkmuster sichtbar machen, hinterfragen und neu verhandeln kann. Dabei bezieht sie sowohl menschliche als auch mehr-als-menschliche Perspektiven ein. / hannahsenn.com / @hankusz_
Linda Nasdalack & Hannah Senn
Everything We Share Remains in Fumaroles
3. Oktober bis 7. November 2026
Parallel in GLASMOOG | Halle:
Florian Ebner & Andreas Langfeld
POSTURES / HALTUNGEN
Menschen des Centre Pompidou nach August Sander
3. Oktober bis 7. November 2026
Öffnungszeiten: Mittwoch – Samstag, 14–19 Uhr und nach Vereinbarung. Feiertags geschlossen. Eintritt frei.