05./06.03.2026, 11-18 Uhr, Workshop (mit Anmeldung)
07.03.2026, 15-18 Uhr, Ausstellung: Forschungsmaterialien und kollektive Spuren; ab 17 Uhr Abschlussgespräch (moderiert von Heike Ander)
14:00–17:00 Ausstellung: Forschungsmaterialien und kollektive Spuren
17:00–18:00 Abschlussgespräch (moderiert von Heike Ander)
Zum Abschluss der zweitägigen Workshop-Performance “33 Fingering Methods for Qin” (auf Anmeldung) von Echo Ho bietet eine öffentliche Veranstaltung am Samstag, 7. März, von 14 bis 18 Uhr, einen einladenden Raum für unfertige Ideen, gemeinsames Forschen und einen fachübergreifenden Dialog über Performance, Klang, Pädagogik und verkörperte Formen des Wissens – eine Einladung, mit dem Körper und mit anderen zu denken.
Im Zentrum der Workshop-Performance stehen dreiunddreißig Handhaltungsdiagramme aus dem chinesischen Qin-Handbuch Taiyin Daquanji aus dem 16. Jahrhundert. Die Teilnehmenden erkunden diese Diagramme als Impulse für die Praxis – im Arbeiten mit Geste, Bild, Klang, Notation und Übersetzung über verschiedene Medien hinweg – anstatt sie als feste musikalische Anweisungen zu verwenden. Bewusst bleibt das Instrument selbst dabei abwesend und eröffnet damit Raum für Experiment und gemeinsames Forschen.
Die Workshop-Performance ist Teil von Echo Hos praxisorientierter Dissertationsforschung „Reimagining Qin Fingering Pedagogy through Embodied Artistic Research" an der Kunstuniversität Linz. Darin geht die Medienkünstlerin der Frage nach, wie diese historischen Diagramme heute durch verkörperte künstlerische Forschung reaktiviert werden können. Gemeinsam erproben die Teilnehmenden, wie die Diagramme Aufmerksamkeit, Zeitlichkeit, Kraft des Werdens und Worlding-Relationen organisieren – und wie diese Logiken in gegenwärtiger künstlerischer und kollektiver Praxis nützlich werden können.
Zum Abschluss öffnet sich am dritten Tag der Prozess zu einem öffentlichen Gespräch jenseits der Kunst und bleibt zugleich in der Praxis verankert. Dies bietet einen einladenden Raum für unfertige Ideen, gelebte Erfahrungen und fachübergreifenden Austausch. Eingeladen sind Menschen, die sich für verkörperte/künstlerische Forschung, Klang und Performance, Pädagogik, historische Notation als lebendiges System, kollektive Formen des Machens und interkulturelle Methoden interessieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Gespräch: vom Konkreten aus zu sprechen, Fragen zu teilen und diese Arbeit mit anderen Praxen, Disziplinen und Formen des Wissens in Verbindung zu bringen.
Echo Ho — Klang, Performance, Bild, Code. Doktorand*in (Artistic Knowledge Practices), Kunstuniversität Linz. (https://echoho.studio/)