20.11.–06.12.2026
Vernissage: 20.11.2026, 17 Uhr, mit Performance: 18 Uhr
Showing „Bühnenbeschimpfung“: 04.12.2026, 19 Uhr
Finissage: 06.12.2026, 15–18 Uhr
Öffnungszeiten: Sa + So, 15–18 Uhr
Let’s talk about the art world – Teil 4
Mit Arbeiten von Katharina Anna-Josephine Rausch, Luca Cottier und Maria Pfrommer sowie einem Showing des CUMA-Kollektivs
Im vierten Teil der Ausstellungsreihe „Let’s talk about the art world“ tritt die bildende Kunst in einen Dialog mit dem Theater. Gezeigt werden Werke von drei Künstler:innen, die das Thema des Theaterstücks „Bühnenbeschimpfung“ künstlerisch interpretieren oder mit Elementen des Stücks in Beziehung treten. Ihre Arbeiten reflektieren künstlerische Produktionsbedingungen, Institutionen, Kulturpolitik und Machtverhältnisse.
Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Showing des CUMA-Kollektivs, das „Bühnenbeschimpfung“ 2026 in Zusammenarbeit mit dem Freien Werkstatt Theater Köln produziert hat. Das Stück setzt sich mit der Institution Theater auseinander und stellt etablierte Strukturen und die Rahmenbedingungen künstlerischer Produktion infrage. Durch die Verschränkung von darstellender und bildender Kunst fragt die Aufführung nach Austausch, Verbindungen und Unterschieden zwischen den beiden Sparten.
ARTXPRESS
Der ARTXPRESS erweitert den Ausstellungsraum in die Stadt: Ein Auto mit einem kleinen Kunstwerk an Bord lädt zufällig zusteigende Fahrgäste zu einem spontanen Gespräch über Kunst ein. Mit einem ironischen Augenzwinkern greift das Projekt gängige Klischees über Künstler:innen auf, etwa den bekannten Pommesbudenwitz, und thematisiert zugleich die reale Prekarität und Unsicherheit im Kunstbetrieb.
Fahrtzeiten:
21.11.2026, 11–14:30 Uhr, Haltestelle im Stadtraum
18.–21.11.2026, zeitlich flexibel buchbar unter +49 1523 7154073
Künstler:innen
Katharina Anna-Josephine Rausch (*1989 in Ludwigshafen am Rhein) ist freischaffende bildende Künstlerin und Theatermacherin. Sie studierte Freie Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. John Bock sowie Theater und Vermittlung an der Hochschule Osnabrück. In Installationen, Objekten, Videoarbeiten und Performances geht sie über theatral geprägte Erzählmechanismen hinaus. Ausgehend vom Material verbindet sie persönliche, digitale, antike und zeitgenössische Mythologien und wirft Fragen zu Körper, Gender und Identität auf. Ihre Arbeiten waren u. a. in der Galerie Ebensperger Berlin, bei SomoS Arts Berlin, in der Alten Pinakothek München, bei der Karpaten Biennale, am Theater Aachen und im Theater im Pfalzbau Ludwigshafen zu sehen. 2023 war sie für den Retzhofer Dramapreis nominiert.
Luca Cottier (*1994 in Fribourg) studiert an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und schafft komplexe skulpturale und installative Assemblagen. Seine Arbeiten kreisen um Fantasien des menschlichen Lebens: wie Machtstrukturen durch Objekte entstehen, um fiktive Biografien von Menschen, die sich nicht aus ihrem Dilemma befreien können, oder um menschliche Sexualität und ihre Entfaltung. Seine Werke wurden u. a. in der Galerie Ebensperger Berlin, in der Orgelfabrik Karlsruhe, im Museum XYLON Schwetzingen, in der Jubiläumsausstellung des Salons der Gegenwart in der Kammgarn West (CH) und beim Nieheimer Kunstpfad gezeigt.
Maria Pfrommer (*1998 in Calw, lebt und arbeitet in Karlsruhe) ist Absolventin der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und arbeitet mit Installation, Video, Skulptur und Performance. Sie beschäftigt sich mit Machtverhältnissen, widersprüchlichen Situationen und philosophischen Theorien, etwa von Michel Foucault, Claire Bishop oder Clayton Christensen. Ausgangspunkt sind Beobachtungen von Strukturen im Alltag oder in Institutionen, die irritieren oder Widersprüche offenlegen. Ihre Werke wurden in Gruppen- und Einzelausstellungen präsentiert, u. a. bei der Artposition 23 in Fribourg (CH), im Kunstverein Pforzheim, auf der Art Karlsruhe 2026 und im Buna – Forum for Contemporary Art (BG).
CUMA-Kollektiv
CUMA ist ein brasilianischer Ausdruck, abgeleitet von der Frage „Wie bitte?“: eine kurze Unterbrechung, in der Unerwartetes entstehen kann. In diese Irritation begibt sich das Kollektiv hinein. Im Zentrum seiner Arbeit steht das performative Potenzial der Musik. Im Format des Physical-Theatre-Konzerts verbindet CUMA Musik, Tanz und Schauspiel spielerisch zu einem lustvollen Spektakel, das viel Raum für die Interpretation des Publikums lässt und zum Nachdenken anregt. Gesellschaftliche Normen und Stereotype werden hinterfragt, ohne einfache Lösungen anzubieten.
Das Kollektiv besteht aus der Perkussionistin und Schlagzeugerin Bruna Cabral, dem Saxophonisten Jakob Jentgens und Physical-Theatre-Macher:in Elina Brams Ritzau. Die drei lernten sich während des Studiums an der Folkwang Universität der Künste kennen. 2020 wirkten sie am performativen Bandprojekt The Peculiars beim Festival Physical Fetz mit. Im Frühjahr 2021 entwickelten sie als Diplomarbeit im Rahmen von Elinas Physical-Theatre-Studium das abendfüllende Physical-Theatre-Konzert „Vacation from Love“, das mit dem Folkwang Preis 2021 in der Sparte Darstellende Künste ausgezeichnet wurde. Das Stück war u. a. beim Phoenix Festival (2021) und beim internationalen Physical Theatre Festival FULL SPIN (2022) zu sehen.
Die Ausstellung wird gefördert vom Quartier am Hafen und vom Kulturamt der Stadt Köln.
ARTXPRESS wird gefördert vom Quartier am Hafen und von der RheinEnergieStiftung Kultur.