06. März 2026
22. Februar

c/o Q18: Let's talk about the Art World - Quasi Magisch

Hannah Cooke, Rahel Zaugg, Koch+James
Adresse:
Poller Kirchweg 78–90
51105 Köln
Besondere Öffnungszeiten:

 06.–22.03.26,
Vernissage 06.03. 17 Uhr
Finissage mit Filmscreening: 22.03. 15–18 Uhr
ARTXPRESS: 07.03.26 14–18 Uhr

Anfahrt:
Raiffeisenstraße (Stadtbahn 7)
c/o Q18: Let's talk about the Art World - Quasi Magisch
  1. Ausstellung der Ausstellungsreihe "Let's talk about the Art World" von Kuratorin Maria Pfrommer

In der ersten Ausstellung der Reihe stehen Künstler:innen im Fokus, die in ihrer künstlerischen Arbeit zur Reflexion über das Kunstsystem einladen. Hinter den Facetten der Kunstwelt wirkt ein komplexes System: der Kunstmarkt. Die Arbeiten kreisen um Fragen wie: Wer entscheidet, was Kunst ist? Wer bestimmt, wer Künstler:in ist, und welche Rolle nehmen die verschiedenen Akteur:innen der Kunstwelt in diesem komplexen Gefüge ein? In Anlehnung an Sieben Tage in der Kunstwelt von Sarah Thornton nähert sich die Ausstellung im Q18 dem Feld Kunst als sozialem Raum. Sie widmet sich dem vielschichtigen Zusammenspiel der Kunstwelt und dessen kritischer Reflexion: Künstler:innen, Sammler:innen, Galerist:innen, Kritiker:innen, Institutionen, Preise und das Publikum selbst agieren gemeinsam in einem System, das Kunst nicht nur hervorbringt, sondern auch sichtbar macht, bewertet und verkauft. Um diese Zusammenhänge greifbar zu machen, werden die ausgestellten Arbeiten Filmausschnitten aus The Great Contemporary Art Bubble von Ben Lewisgegen übergestellt, der die ökonomischen Dynamiken des Kunstbetriebs beleuchtet und so in Dialog mit den künstlerischen Positionen tritt; gemeinsam entsteht ein vielschichtiges Bild der Mechanismen des Gesamtsystems.

Kooperationen und Rahmenprogramm:

Begleitend findet bei der Vernissage ein partizipatives Rollenspiel statt, bei dem Besucher:innen optional eine Rolle – etwa die eines:einer Kritiker:in, Sammler:in oder Nachwuchskünstler:in – mit kurzer Beschreibung und Aufgabenstellung erhalten, um einen Diskussionsraum über die Kunstwelt zu eröffnen und zugleich die Entstehungsweise der Ausstellung selbst zu thematisieren; im Rahmen der Finissage wird der Film zudem in voller Länge gezeigt.

Künstler:innen:

Rahel Zaugg (*1987, lebt in Leipzig) arbeitet medienübergreifend mit Installation, Performance und textbasierten Arbeiten und richtet ihren Fokus auf die oft unsichtbaren Mechanismen des Kunstbetriebs, insbesondere auf die Fragilität künstlerischer Karrieren und strukturelle Ausschlussprozesse; in „Die AUSWAHL“ (seit 2020) verwandelt sie Ablehnungsbescheide von Institutionen in eigenständige künstlerische Arbeiten, die Machtverhältnisse im Kunstbetrieb sichtbar machen. Zaugg studierte Freie Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds (2022), und zeigte ihre Arbeiten unter anderem in der Kunsthalle Bern und im Kunsthaus Zeitz.

Hannah Cooke (*1988, lebt in Karlsruhe) arbeitet medienübergreifend mit Fotografie, Video, Performance und Installation und untersucht das komplexe Zusammenspiel verschiedener Akteur:innen im Kunstsystem, indem sie Bewertungsmechanismen hinterfragt und die Konstruktion sowie Vermarktung der „Künstler:innenpersönlichkeit“ selbst zum Gegenstand ihrer Arbeit macht; sie studierte Medienkunst an der HfG Karlsruhe sowie Artistic Research an der Universität Amsterdam und zeigte ihre Werke unter anderem im Belvedere 21 und im Museum Ostwall.

Das Künstler:innen-Duo Koch & James, bestehend aus Andreea-Sorina Koch (1990, lebt in Karlsruhe) und Joe Krasean (1983, lebt in Karlsruhe), arbeitet seit 2018 gemeinsam an Projekten an der Schnittstelle von künstlerischer Praxis, institutioneller Kritik und sozialer Intervention und untersucht mit kollektiven Arbeitsformen die Mechanismen kulturpolitischer Förderinstrumente sowie die Frage, wie Ressourcenverteilung künstlerische Prozesse prägt; ihre Arbeiten umfassen installative und partizipative Formate und hinterfragen humorvoll wie analytisch bestehende Strukturen, Erwartungen und Symbole im Kunstsystem.