02. September 2026
31. Oktober

Lands of No Return

Gohar Martirosyan
Adresse:
Ebertplatzpassage, Laden 1
50668 Köln
Besondere Öffnungszeiten:

täglich 16 – 20 Uhr

Anfahrt:
Ebertplatz (Stadtbahn 12 / 15 / 16 / 18) / Hansaring (S-Bahn 6 / 11 / 12 / 13 / 19, RB 25)
Lands of No Return

Mit Lands of No Return präsentiert Gohar Martirosyan eine Ausstellung über das Verhältnis von Landschaft, Erinnerung und Identität. Im Mittelpunkt stehen Orte, die sichtbar und zugleich schwer oder gar nicht zugänglich sind. Zwei Filmarbeiten verbinden konkrete geografische Situationen mit persönlichen und gesellschaftlichen Erfahrungen.

Mount A: A dialogue between Mount Ararat and René Daumal’s Mount Analogue stellt den armenischen Berg Ararat dem fiktiven Mount Analogue aus René Daumals gleichnamigem Roman gegenüber. Beide verbindet ihre sichtbare, aber nicht erreichbare Präsenz. Der 5.137 Meter hohe Ararat ist am Horizont sichtbar, bleibt jedoch aufgrund der geopolitischen Situation unzugänglich. Der Film untersucht, wie Landschaften unsere Wahrnehmung und unser Selbstverständnis prägen und wie sich persönliche Biografie und geografischer Raum miteinander verbinden.

The Mountain’s Mouth beschäftigt sich mit der unzugänglichen und umstrittenen Amulsar-Goldmine in Armenien. Martirosyan verbindet Aufnahmen der Landschaft mit Photogrammetrie des menschlichen Körpers. Eine Voice-over-Erzählung thematisiert die Folgen von Rohstoffabbau und Fragen von Extraktion, Abwesenheit und Erinnerung.

Gohar Martirosyan ist eine Multimedia-Künstlerin, die sich mit den Ausdrucksformen des zeitgenössischen Kinos beschäftigt. Sie studierte unter der Leitung von Ben Russell, Julian Rosenfeld und Artavazd Peleshyan.

Ihre Arbeiten verbinden autobiografisches Erzählen mit der Untersuchung von Identität, Landschaft und gesellschaftlichen Zusammenhängen. Häufig beschäftigt sie sich mit Orten, die aus geopolitischen, geografischen, ökologischen oder sozialen Gründen schwer zugänglich sind. Dabei versteht sie Kunst als Möglichkeit, gesellschaftliche Strukturen und die Beziehung zwischen Individuen und ihrer Umgebung zu untersuchen.