Mi–Do, 14–18:00 Uhr, und nach Vereinbarung
Es geht um zwei Räume. Um ihre Gemeinsamkeiten und ihre Unterschiede, um Überschneidungen und Reibungen. Zwei Orte mit eigenen Regeln, eigenen Bildern, eigenen Erwartungen, die beide soziale Situationen herstellen und dabei völlig unterschiedliche Formen von Verhalten hervorbringen.
Es geht um die Bar und den Ausstellungsraum. Hier verbringen die vier KünstlerInnen viel ihrer Zeit. Gemeinsam als FreundInnen aber auch als KollegInnen. Beim Arbeiten, beim Recherchieren und beim Sozial sein.
Was passiert, wenn die Eigenschaften der Orte aufeinandertreffen? Wenn die Distanz, Kontrolle und Zurückhaltung der Kunstausstellung auf die unmittelbare, performative Atmosphäre der Bar stößt? Wenn ein Raum, der auf Aufmerksamkeit, Stille und Blickführung basiert, auf einen trifft, der von Trubel, Lärm und Nähe lebt?
In dieser Überlagerung werden die Regeln beider Räume sichtbar. Gerade weil sie sonst meist unhinterfragt funktionieren. Wann beobachten wir, wann nehmen wir teil? Wann bringen wir uns ein, wann halten wir uns zurück? Wann sind wir eingeladen, wann nehmen wir Abstand?
Es geht um Teilhabe und Ausschluss, um Ernst und Leichtigkeit, um die Frage, welche Bedingungen Begegnung überhaupt erst ermöglichen. Und vielleicht ganz nebenbei auch um das Wichtigste: Darum gemeinsam Spaß zu haben.