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Alex Müller (1969, Düren) ist eine deutsche bildende Künstlerin, die in Berlin und der Uckermark lebt und arbeitet. Müller arbeitet mit einer Vielfalt von Medien – Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Performance und Lyrik – und lotet in ihrer Kunst Formen der Erinnerung, Zeitlichkeit und Identität aus. Ihre Werke zeichnen sich durch ein intuitives Spiel mit Materialien, eine poetische Bildsprache und die Verwischung von Grenzen zwischen Bild, Körper und Alltagsgegenstand aus.
Sie studierte von 1997 bis 2004 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Mara Mattuschka, John Armleder und Raimund Kummer. Zwischen 2007 und 2010 war sie Mitkuratorin des Ausstellungsraums Samsa in Berlin, wo sie mit anderen Künstlerinnen zahlreiche Ausstellungen realisierte. Zu ihren wichtigsten Einzelausstellungen gehören Vom Mähen zum Frieden (107 Zeichnungen, Leopold-Hoesch-Museum Düren, 2021), Bis die Zeit vergeht, Kunsthalle Nürnberg (2023), sowie frühere Ausstellungen wie Alles für das Hauspferd (Galerie Vera Gliem, Köln, 2010), Willst du meine Frau werden (Galerie Sandra Bürgel, Berlin, 2016) und Eene meene alles (Studiogalerie, Kunstverein Braunschweig, 2004). In Gruppenausstellungen wirkte Müller u. a. mit bei Secret Societies (Schirn Kunsthalle Frankfurt; CAPC, Bordeaux), Geordnete Verhältnisse (Kunsthalle Nürnberg), Über die Zeichnung hinaus (Zitadelle Spandau, Berlin) sowie in Ausstellungsformaten zu Erde und Material, Erinnerung und sozialen Räumen. Ihr Werk „Vom Mähen zum Frieden“ bündelt Zeichnungen über einen Extremzeitraum – der Dad’s Krebsdiagnose und Tod, gleichsam eingebettet in die Corona-Pandemie – und verbindet persönliches Erleben mit kollektiven Krisenerfahrungen.
Verena Issel (*1982, München) lebt und arbeitet in Berlin. Ihre künstlerische Praxis umfasst Installationen, Skulpturen, Film, Zeichnung, Collagen und Wandobjekte. Issel inszeniert oft eigentümliche, komische, gefährliche oder humorvolle Szenarien, die auf den zweiten Blick eine tiefere, soziopolitische Dringlichkeit entfalten.
Sie studierte Freie Kunst an der HFBK Hamburg (bei Andrea Tippel, Franz Erhard Walther, Michaela Mélian, Pia Stadtbäumer), absolvierte ein Masterstudium in Klassischer Philologie (Latein/Altgriechisch) an der Universität Hamburg und verbrachte ein Postgraduiertenjahr an der China Academy of Art, Hangzhou. Seit Oktober 2023 bekleidet sie eine Professur in Bildender Kunst an der BTU Cottbus-Senftenberg; zuvor war sie als Gastprofessorin an der HFBK Hamburg tätig. Verena Issel hat zahlreiche Auszeichnungen und Residenzen erhalten, darunter das Artist-in-Residence‐Programm auf den Åland-Inseln (2025), Preise für Kunst im öffentlichen Raum, Wettbewerbe wie Kunst am Bau, Preise wie der Lothar-Fischer-Preis (2021) sowie Förderungen vom Kunstfonds und anderen Stiftungen.
Einzelausstellungen ihrer Arbeit wurden u. a. gezeigt unter Titeln wie Preppers Paradise (Berlin 2025), Complete Basic Decor (Berlin, mit Jan Brokof, 2025), Der Blick der Medusa in der Architektur (Berlin, 2025), Standbein Spielbein (Hamburg, 2025), Grids and Flowers (Berlin, 2023) und Backlash (Kunsthalle Mannheim, 2022). Issel gelingt es, persönliche und öffentliche Themen, Absurdes und Dringendes zu verbinden, wodurch ihre Arbeiten ein vielschichtiges Spiegelbild unserer Gegenwart werden.