Die Ausstellung zeigt eine von Emilio Holguín konstruierte Rauminstallation zum Thema (ungewollte) Entschleunigung.
Große Laufbänder aus Pappe, gesäumt von Gebilden, die sowohl den Müll als auch die Speichermedien, die wir tagtäglich produzieren und nutzen, darstellen, füllen einen Großteil des Raumes. Am Anfang bewegen sich die Laufbänder noch recht schnell, so wie unser Überfluss an Informationen, materiellen Gütern und Aktivitäten. Doch sie stauen sich zum Ende des Raumes hin auf, werden langsamer und verharren schließlich.
Denn das ist es, was in den letzten Jahren in vielen Bereichen unseres Lebens passiert ist. Wir können immer mehr gleichzeitig machen und müssen dabei aber auch immer mehr leisten. Unsere Tage sind durchgeplant und überhäuft mit Informationen, neuen Medien und Dingen, die wir noch zu tun haben. Selbst die eingeräumten Erholungsphasen sind vollgestopft mit Bildschirmzeit, wodurch die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit nicht mehr existiert.
Aber irgendwann wird es so viel, dass wir von diesem Berg überrollt werden und nichts mehr geht. An diesem Punkt erfahren wir eine ungewollte Entschleunigung.
Viele verstehen Entschleunigung als eigen gewähltes Mittel zur Stressreduktion. Aber nicht viele leben nach diesem Muster. Häufig lässt es unser Alltag einfach nicht zu.
Die Ausstellung lädt die Besucher:innen ein, sich mit ihrem eigenen Überfluss und der daraus resultierenden ungewollten Entschleunigung in ihrem Alltag auseinanderzusetzen.