Arbeit am Gemeinsamen ~ Kunstorte als Modelle zu verteidigender Zonen

06.02.2026 / 19 Uhr
Glasmoog – Raum für Kunst und Diskurs

Herzliche Einladung zum Gespräch zwischen dem Philosophen Michael Hirsch (München) und dem Künstler Kriz Olbricht (Simultanhalle, Köln)!

Im Kontext aktueller Sparpolitik stellt sich nicht nur die Frage nach stärkerer Interessenvertretung und Vernetzung der Kulturszene. Es stellt sich auch die Frage danach, worum es überhaupt geht. Welche konkrete Utopie liegt in dem, was viele Kunstorte und Personenkonstellationen immer schon machen? Und wie viel ist noch drin zur langfristigen und widerstandsfähigen Stärkung der Phantasie dessen, was uns als freien und autonomen Künstlerinnen und Kulturarbeiterinnen vorschwebt? Der Philosoph Michael Hirsch (München) und der Künstler Kriz Olbricht (Köln) stellen anhand der Kunstinitiative Simultanhalle in Köln-Volkhoven (seit 1983) ihre Überlegungen zur Modellhaftigkeit der Arbeit am Gemeinsamen vor, und laden Öffentlichkeit und lokale Initiativen zur Diskussion über ihre Ideen ein.

Michael Hirsch hat zuletzt mit Kilian Jörg die Nautilus Flugschrift Durchlöchert den Status Quo! Autonome Zonen, radikale Demokratie und Ökologie publiziert. Er wird die konkrete Utopie des Durchlöcherns aus dem ökoanarchistischen Kontext der französischen „zu verteidigenden Zonen“ (Zone à défendre, ZAD) vorstellen. Kriz Olbrichts künstlerische Praxis schließt das gemeinschaftliche Arbeiten in Projekträumen und Konzipieren von ortsspezifischen Ausstellungsprojekten ein. Seit 2017 engagiert er sich im Kunstverein Simultanhalle und stellt sie als kollektiv geformte Kulturzone vor, die es zu verteidigen, zu erhalten und zu pflegen gilt. Zusammen fragen Michael Hirsch und Kriz Olbricht nach den jeweiligen Ideen und Erfahrungen und wie sich diese auf die Sorgearbeit am Gemeinsamen im kulturellen Leben übertragen lassen kann.

Eine Veranstaltung von AIC ~ Art Initiatives Cologne / Kunstinitiativen Köln e.V.
Gefördert von Kulturamt der Stadt Köln.


veröffentlicht am: