Mit Mriganka Madhukaillya

Was bedeutet es, das Kino aus einer ontologischen Perspektive neu zu denken? Es bedeutet, die verschiedenen Ontologien, die im Kino zum Tragen kommen, und die sehr unterschiedlichen Funktionalitäten, die sie ermöglichen, anzuerkennen.

Mriganka Madhukaillyas wird seinen Film Invocation (2015) vorstellen, der ursprünglich im Auftrag des Britischen Museums gefilmt wurde. Im Film sollte das Vrindabani Vastra untersucht werden, welches ein assamesisches Textil aus dem 17. Jahrhundert ist: auf einer Länge von über 9 Metern bildet es Illustrationen von Krishnas Kindheit ab. Mriganka Madhukaillyas Arbeit als Künstler und Theoretiker stellt sich der Herausforderung, indem er den Glauben und die Praktiken indigener Kulturen aus Assam, der Region Indiens, aus der er stammt, nutzt, um westliche Formen der Filmproduktion und die breiteren Strukturen, die ihre Dominanz erzwingen, zu hinterfragen.

Im Gespräch mit dem Philosophen Stephen Zepke wird Mriganka Madhukaillyas über die Art und Weise diskutieren, wie die Wahrheiten und Träume indigener Ontologien durch das zeitgenössische Kino beschworen werden können, um unsere Körper und unseren Geist zu reanimieren und neu auszurichten, wobei sich das Gespräch auch auf Zepkes eigene Recherchen über das Erhabene in der zeitgenössischen Kunst und im Kino beziehen wird.

Mo 06 05 2024 | 18:30 - 21:00 Uhr | Einlass 17:30 Uhr
GLASMOOG – Raum für Kunst & Diskurs | Kunsthochschule für Medien Köln
Filzengraben 2 | 50676 Köln
In englischer Sprache
Eintritt frei


What does it mean to rethink cinema from an ontological perspective? It means acknowledging the different ontologies operating in cinema, and the very different functionalities they allow.

ADKDW artist-in-residence Mriganka Madhukaillya will present his film Invocation (2015), which was commissioned by the British Museum to investigate the Vrindabani Vastra, an Assamese textile woven the seventeenth century depicting illustrations of Lord Krishna’s childhood in over 9 meters of length. Mriganka Madhukaillya's work as an artist and theorist takes up the challenge, employing the beliefs and practices of indigenous cultures from Assam, the region of India where he comes from, to interrogate Western modes of cinematic production and the wider structures that enforce their dominance.

In conversation with the philosopher Stephen Zepke, Mriganka Madhukaillya will discuss about the ways in which the truths and dreams of indigenous ontologies can be invoked through contemporary cinema in order to reanimate, and redirect our bodies and minds, drawing also on Zepke’s own work on the sublime in contemporary art and cinema.

Mon 06 05 2024 | 6:30 - 9 pm | doors open 5:30 pm
GLASMOOG – Raum für Kunst & Diskurs | Kunsthochschule für Medien Köln
Filzengraben 2 | 50676 Köln
In English language
Free admission