Die gemeinsame Recherchearbeit zeigt exemplarisch den Einblick in die Lebenswelt von queerer Jugendkultur aus Nordrhein-Westfalen. Den Beteiligten wird eine Plattform geboten, zu experimentieren und sich auszudrücken. Somit ermöglicht ihnen das künstlerische Gruppenprojekt einen sicheren Ort des Austauschs und der Kollaboration. Geplant sind Sound- und Videoarbeiten, Fotos und Zeichnungen ebenso wie musikalische oder performative Darbietungen. Das soziokulturelle und interdisziplinäre Projekt zielt darauf ab, Verbindungen zu knüpfen, die langfristig auf zwischenmenschlicher und kreativer Ebene existieren können. Diskriminierung aufgrund der Herkunft, der Religion, des Geschlechtes und der sexuellen Orientierung ist Alltag in Deutschland. Hassgetriebene Gewalttaten nehmen zu und sind Teil eines größeren strukturellen Problems. Informations -und Antidiskriminierungsarbeit zu Gender und sexueller Vielfalt sind von großer Dringlichkeit, insbesondere in Zeiten sozialer Isolation durch Corona und dem Entfall von Schutzräumen.Durch Vermittlungs-und Aufklärungsarbeit möchten wir das das Verständnis und die Akzeptanz in der Bevölkerung zu steigern und gleichzeitig die beteiligten Menschen bei der Identitätsfindung und Selbthilfe zu unterstützen und empowern.
Luki von der Gracht 1992 in Aachen, hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Rita McBride, Trisha Donnelly und Dominique Gonzalez-Foerster (Meisterschülerauszeichnung 2020) studiert. Luki erhielt u.a. Stipendien von Cité International des Arts Paris Residenz und für herausragende Studenten vom Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen und der Kunst -und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf. 2020 erhielt Luki den NRW Bank Kunstpreis in der Kategorie Publikumspreis. Für die Installation Coming To Voice in der gleichnamigen Absolventinnen Ausstellung der K21 Kunstsammlung NRW erhielt Luki 2021 das von Rundstedt Förderstipendium. Luki von der Gracht's künstlerische Arbeit erstreckt sich von Fotografie -und Videoarbeiten über installativ-performative Rauminstallationen. Das musikalisches Projekt “Die Hässlichen Vögel” war zuletzt beim Reference Festival und im Performance-Programm des Schinkel Pavillon Berlin, bei dem des Institute Of Contemporary Arts (ICA) in London und des Berghains in Berlin zu Gast.
Die Ausstellung wird durch das Schaufenster von Mouches Volantes einsehbar - Eine Eröffnung und eine Begehung der Ausstellung werden im Einklang mit den Verordnungen zur Eindämmung von COVID-19 stattfinden.
Zu der Ausstellung erscheint eine signierte und nummerierte Posteredition in 20er Auflage zum Preis von jeweils 100€.
Mit freundlicher Unterstützung vom Kulturamt der Stadt Köln,und Fonds Soziokultur e.V. NEU START KULTUR / Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Sparkassenstiftung Köln.