Hans Diernberger und Will Saunders arbeiten neben ihrem individuellen künstlerischen Werk seit 2012 immer wieder an gemeinsamen Projekten, vorwiegend in den Medien Video, Sound, Fotografie. Im Mittelpunkt ihrer Ausstellung #360baleado, die vom 12. Dezember 2019 bis 2. Februar 2020 in GLASMOOG zu sehen ist, steht ihre jüngste Kooperation, eine 360°-Virtual-Reality-Installation, die in engem Austausch mit trans Communities im brasilianischen Salvador da Bahia und Köln entstanden ist. Die virtuelle transatlantische Begegnung zwischen Protagonistinnen und Ausstellungsbesucherinnen ereignet sich unter anderem auf einer Art Spielfeld, das eine atmosphärisch dichte, dem Alltag enthobene bühnenähnliche Situation andeutet, in der in sehr persönlichen Portraits eindrücklich Perspektiven und Realitäten von trans Personen erfahrbar werden.

Hans Diernberger kehrt mit der Ausstellung in GLASMOOG an seine Alma Mater KHM zurück, wo er von 2004 bis 2009 mediale Künste (Diplom) studierte. Im Anschluss graduierte er von 2009 bis 2011 im MFA Fine Art am Goldsmiths College in London.

Will Saunders’ künstlerischer Schwerpunkt liegt auf den Sonic Arts (Studium an der an der Middlesex University London, PhD an der Westminster University, London). Eine seiner jüngsten Produktionen (gemeinsam mit Theresa Hupp) als Komponist und Klangkünstler ist das Musiktheaterstück „Mint Condition“ im Orangerie Theater in Köln, das gerade für den Kölner Theaterpreis 2019 nominiert wurde.

Das Projekt #360baleado wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln, von Rubicon, vom NGVT* NRW, der Birken-Apotheke und dem Goethe-Institut; mit freundlicher Unterstützung von Studiobühne Köln und Exlite24 Werbesysteme.